Japan lässt herzlich grüßen

VS-Villingen (kib). Tränenreich war der Abschied der japanischen Schüler nach ihrem dreitägigen Aufenthalt bei der Villinger Stadtharmonie. Jetzt flatterte Reiner Uhlenbrock ein Dankesschreiben ins Haus, das so liebevoll gestaltet ist, dass es dem Harmonie-Vorsitzenden ganz warm ums Herz wurde.

"Wir freuen uns auf ein Wiedersehen", schreibt Dirigent Hiroshi Sato in einem Brief, dem Fotos und eine kunstvoll gestaltete Spendenquittung, die eher an eine Grußkarte erinnert, beiliegen. Das Päckchen zeugt von jener Herzlichkeit, die auch den Besuch des Schülerorchesters aus Japan im März geprägt hat. "Wahnsinn, welche Mühe sich die Japaner gemacht haben", schwärmt Uhlenbrock.

160 Jugendliche waren im März drei Tage lang zu Gast in Villingen. Eingeladen von der Stadtharmonie, untergebracht in Gastfamilien, erlebten die Japaner nicht nur Musik und Kultur, sondern auch Herzlichkeit und Trost – nach der Erdbebenkatastrophe, die wenige Tage zuvor ihre Heimat getroffen hatte.

Lesen kann Uhlenbrock das Dankesschreiben freilich nicht, ist es doch in japanischen Schriftzeichen verfasst. Doch auch ohne die Übersetzungshilfe von Keiko Allgaier wäre die Botschaft Hiroshi Satos angekommen: "Danke." Der Dirigent bedankt sich für die Unterstützung beim Konzert, das das Schülerorchester im Franziskaner Konzerthaus gegeben hat, im "Mekka der Musik". Seinen Dank spricht Sato auch allen Bürgern der Stadt aus, die die Jugendlichen als Gastfamilien aufgenommen hatten. Und er dankt für die Spende, die ihm die Gastgeber der Doppelstadt mit auf den Heimweg geben konnten: 13 000 Euro waren zusammen gekommen, "mehrere Millionen Yen", sagt Uhlenbrock stolz und lacht.

Viele Verbindungen zwischen Gastfamilien und ihren japanischen Gästen würden weiter gepflegt, berichtet der Vorsitzende der Stadtharmonie, "und einige reden schon von einer Wiederholung oder einem Gegenbesuch".

Und warum eigentlich nicht? Uhlenbrock hat Sato schon geantwortet und seine "Hoffnung" ausgedrückt, "dass wir uns in zwei Jahren wiedersehen". Die Stadtharmonie arbeite "streng darauf hin", dass ein weiterer Besuch der Japaner klappt – "oder wir fliegen selber hin", sagt Uhlenbrock.

Die Musiker seien generell reiselustig und regelmäßig unterwegs, unter anderem zu Besuchen in den Partnerstädten von VS – ein Herzensanliegen des Vorsitzenden.

Viele wünschten sich auch, "einmal ohne Instrumente wegzufahren" – diesem Wunsch will der Vorsitzende 2012 Rechnung tragen.

 

Quelle: 16.09.11 Schwarzwälder-Bote

 

Tausend Wünsche und Euros für Japan

Ein dickes Sparschwein mit 1230 Euro übergab gestern Sabine Hauser vom Buchladen „Buchhaltestelle“ in Villingen an Reiner Uhlenbrock von der Stadtharmonie. Ein dickes Sparschwein mit 1230 Euro übergab gestern Sabine Hauser vom Buchladen „Buchhaltestelle“ in Villingen an Reiner Uhlenbrock von der Stadtharmonie.

Schöne Kranich-Aktion abgeschlossen. Großer Scheck geht nach Chiba auf Reise.

 

 

VS-Villingen (est) Am Schluss sind es 10 930 Euro und zwei Cent geworden, welche die Stadtharmonie Villingen in das von Natur- und Atomkatastrophen heimgesuchte Japan überweisen wird. Ein stolzer Betrag, der für die Sanierung einer erdbebengeschädigten Schule in der Stadt Chiba verwendet werden soll.

Wie mehrfach berichtet, hat der Villinger Musikverein Ende März ein Konzert für ein japanisches High School Orchester aus Chiba organisiert und die Einnahmen als Zeichen der Solidarität und Verbundenheit spontan dem heimgesuchten Land zur Verfügung gestellt. Am Ende dieser Aktion stand nicht nur ein wunderbares Konzert der 160 japanischen Schüler im Franziskaner und viele schöne menschliche Begegnungen zu Buche, sondern auch eine erstaunliche Anteilnahme und Hilfsbereitschaft zahlreicher Spender, Helfer und Sponsoren an dieser Benefizaktion.

Eine schöne Facette war etwa die Kranich-Aktion, die von VHS-Mitarbeiterin Heike Gressenbuch angestoßen worden war. Zahlreiche Bürger und Gruppen machten mit, um 1000 Papier-Kraniche nach der japanischen Origami-Technik zu falten, weil damit der Legende nach die Götter den Beschenkten die besten Wünsche erfüllen. So haben hoffentlich die besten Wünsche aus Villingen das ferne Japan erreicht. Und ganz nebenbei fiel durch den Verkauf der hübschen Papiervögel im Buchladen „Buchhaltestelle“ auch ein materieller Segen in Form von 1230 Euro ab.

Den Betrag, der gestern übergeben wurde, wird die Stadtharmonie Villingen mit den sonstigen Einnahmen rund um das Konzert nun nach Japan transferieren. Ein riesiger symbolischer Scheck soll ebenfalls noch an die Makuhari Sohgoh Highschool in Chiba geschickt werden. Damit die Schüler ein Andenken an Villingen haben, wo sie 800 Besucher im Franziskaner mit ihrem Auftritt verzaubert haben. Die Stadtharmonie hat übrigens eine DVD mit der Filmdokumentation des Konzerts fertigen lassen, die von Kurt Riesle aus Villingen aufgenommen wurde. Die DVD wird am 14. Mai beim Frühjahrskonzert der Harmonie verkauft – dem nächsten musikalischen Leckerbissen des Vereins in der Tonhalle.

 

Quelle: 04.05.11 Südkurier


Großer Scheck für Japan

Schöner Spendenerfolg: Das großartige Benefizkonzert, das die Stadtharmonie Villingen mit einem japanischen Schulorchester aus der Stadt Chiba kürzlich im Franziskaner Konzerthaus veranstaltete, war auch ein finanzieller Erfolg. Schöner Spendenerfolg: Das großartige Benefizkonzert, das die Stadtharmonie Villingen mit einem japanischen Schulorchester aus der Stadt Chiba kürzlich im Franziskaner Konzerthaus veranstaltete, war auch ein finanzieller Erfolg.

Schöner Spendenerfolg: Das großartige Benefizkonzert, das die Stadtharmonie Villingen mit einem japanischen Schulorchester aus der Stadt Chiba kürzlich im Franziskaner Konzerthaus veranstaltete, war auch ein finanzieller Erfolg. Gestern überreichte Reiner Uhlenbrock, der Vorsitzende der Stadtharmonie, einen symbolischen Scheck von 8000 Euro an Keiko Allgaier, die Dolmetscherin am Konzertabend.

 

 

Das Geld geht an die Schule der jungen Musiker, die Makuhari High School, die vom Erdbeben ebenfalls beschädigt wurde. Reiner Uhlenbrock betonte aber, dass dies nur eine finanzielle ?Zwischenbilanz? sei. Er geht davon aus, dass insgesamt 10 000 Euro aus Konzerteinnahmen und Spenden zusammenkommen, die nach Japan überwiesen werden.

Sein Dank galt allen Unternehmen, Institutionen und Privatpersonen, die den Verein vielfältigst unterstützt und zu diesem Erfolg beigetragen haben.

 

Quelle: 16.04.11 Südkurier

 

 

Erfreuliche Bilanz

Reiner Uhlenbrock, Vorsitzender der Stadtharmonie Villingen, überreichte den Scheck an Keiko Allgaier. Foto: Furtwängler Foto: Schwarzwälder-Bote Reiner Uhlenbrock, Vorsitzender der Stadtharmonie Villingen, überreichte den Scheck an Keiko Allgaier. Foto: Furtwängler Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen (sar/af). Überaus erfolgreich war das Benefizkonzert der Stadtharmonie Villingen mit den japanischen Musikern der Makuhari Sohgoh Highschool. Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock übergab gestern einen Scheck über 8000 Euro, der vor allem für die Stadt Chiba und deren Schule gedacht ist. Keiko Allgaier, Kontaktperson zu den Asiaten, nahm die Spende dankbar entgegen.

Am Abend des Konzerts kamen inklusive dem Erlös der Tickets schon Spenden in Höhe von 7734 Euro zusammen. Der besondere Dank Uhlenbrocks galt der Stadt Villingen-Schwenningen für die Lokalitäten, der Feuerwehr für ihre Einsatzbereitschaft und der Musikakademie für die Bereitstellung einiger Instrumente. Dank sagte auch zahlreichen spendenfreudigen Firmen und vielen anderen Sponsoren.

"Wir möchten uns herzlich bei den Menschen und Einrichtungen bedanken, die außergewöhnlich viel Bereitschaft zeigten. Ohne sie hätte man das alles nicht verwirklichen können", so Uhlenbrock.

Auf dem überreichten Scheck ist zwar die Summe von 8000 Euro eingetragen, diese stelle aber lediglich eine grobe Zwischenbilanz dar. "Wir werden auf jeden Fall einen zweistelligen Tausenderbetrag nach Japan überweisen können", freute sich der Vorsitzende der Stadtharmonie.

Die Japaner stehen noch immer in regem E-Mail- und Briefkontakt mit ihren deutschen Gastfamilien. Aufgrund der großen Begeisterung, die der Aufenthalt der Japaner mit sich brachte, spekuliert er auf eine eventuelle Wiederholung des Besuchs in vier Jahren.

 

Quelle: 15.04.11 Schwarzwälder-Bote

 

 

Hilfe für Japan: 600 Kraniche sind bereits gefaltet worden

VS-Villingen (cho) Die Resonanz auf die Kranich-Bastel-Aktion von Heike Gressenbuch ist enorm: Rund 600 Kraniche sind gebastelt worden. Sie werden seit gestern in der Buchladen „Buchhaltestelle“ in der Brunnenstraße für einen Euro verkauft.


Heike Gressenbruch will aber auf jeden Fall das Ziel von 1000 Kranichen erreichen. „Jeder Kranich wird registriert, so dass wir genau wissen, wieviele gebastelt worden sind.“ In der Buchhaltestelle gibt es auch Faltanleitungen. Die Erlöse aus der Aktion sind für die Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan gedacht, Initialzündung für Gressenbuch war das Konzert des japanischen Orchesters mit der Stadtharmonie: Da gab es für jeden Besucher einen gefalteten Kranich.

 

Quelle: 11.04.11 Südkurier

Kraniche für die Erdbeben-Opfer

Helfer gesucht: 1000 Kraniche will Heike Gressenbuch verkaufen und das Geld den Opfer in Japan spenden. Helfer gesucht: 1000 Kraniche will Heike Gressenbuch verkaufen und das Geld den Opfer in Japan spenden.

Villingen-Schwenningen – Ein außergewöhnliches Konzert und einen denkwürdigen Abend hatten die Musiker des High School Orchestra aus dem japanischen Chiba den Besuchern am vergangenen Dienstag geboten. Ein Abend, der auch Heike Gressenbuch, Fachbereichsleiterin bei der Volkshochschule Villingen-Schwenningen, noch lange in Erinnerung bleiben wird.1000 Kraniche – aus Papier gefaltet – hatten die Gäste Oberbürgermeister Rupert Kubon als Geschenk mitgebracht.

 

Auf jedem Stuhl im ausverkauften Franziskaner Konzertsaal lag an diesem Abend ein Papierkranich für die Besucher. Und so kam Heike Gressenbuch, die sich das Konzert angehört hatte, zu dieser ungewöhnlichen Idee: Sie will 1000 Kraniche aus Papier zusammen mit möglichst vielen Helfern falten. Am verkaufsoffenen Sonntag, der am 10. April in Villingen stattfindet, sollen die Basteleien in der Buchhandlung „Buchhaltestelle“ zum Preis von einem Euro pro Stück verkauft werden.

Das Geld fließt an die Stadtharmonie weiter, die Organisatoren werden diese Summe und den Erlös aus dem Konzert für die Opfer in Japan spenden. „Ich habe zwar schon eine Tasche voller Kraniche gefaltet, bin aber auf Hilfe angewiesen“, sagt Heike Gressenbuch. Wer sich engagieren will, kann die Kraniche bis Samstag, 10. April, in der Buchhaltestelle abgeben. Die Gestaltung kann jeder Bastler selbst bestimmen, auch die Größe. „Welches Papier man verwendet, ob man die Kraniche verziert oder nicht, das ist ganz egal. Aber sie sollen schon ein bisschen schön aussehen, schließlich wollen wir sie verkaufen“, sagt sie.

Am heutigen Samstag, 2. April, zeigt Heike Gressenbuch von 10 bis 13 Uhr in der Buchhaltestelle, wie das Kraniche-Falten – Origami genannt – funktioniert.

Das steckt hinter Heike Gressenbuchs Idee: Nach einer japanischen Legende bekommt derjenige, der 1000 Origami-Kraniche faltet, von den Göttern einen Wunsch erfüllt. „Zu einem Symbol hat ein Mädchen, das Opfer der Atombome von Hiroshima wurde, die Kraniche gemacht“, erzählt sie. Das Mädchen habe die Papiervögel aus Goldpapier gefaltet, in der Hoffnung, dass sich die Legende bewahrheitet und gegen ihre Leukämie-Erkrankung helfen würde, erzählt Heike Gressenbuch. „Eine ergreifende Geschichte“, findet sie. „Die Kraniche sind außerdem zu einem Symbol der internationalen Friedensbewegung und des Widerstandes gegen den Atomkrieg geworden.“

 

Quelle: 02.04.11 Südkurier

 


Manche Träne und ein Sayonara

Triumphierend zeigt Dolmetscherin Kaiko Allgeier gestern Früh bei der Abreise den Zeitungsartikel des SÜDKURIER über den Konzertabend des japanischen Schulorchesters. Auch Dirigent Hiroshi Sato zeigt sich angetan. Triumphierend zeigt Dolmetscherin Kaiko Allgeier gestern Früh bei der Abreise den Zeitungsartikel des SÜDKURIER über den Konzertabend des japanischen Schulorchesters. Auch Dirigent Hiroshi Sato zeigt sich angetan.

Gestern Morgen um halb Neun war alles vorbei: Nach zwei Nächten und anderthalb Tagen sagten die rund 160 japanischen Schüler und ihre Betreuer nach ihrem grandiosen Konzertauftritt vom Mittwochabend ihren deutschen Gastgebern „sayonara“. Die Mitglieder des Chors, so war gestern zu hören, fliegen wieder zurück nach Japan, die Instrumentalisten haben noch weitere Konzertauftritte in Salzburg und in Wien.Beim Abschied auf dem Parkplatz der Firma Hess in der Schlachthausstraße floss gestern noch manche Abschiedsträne. Mit Video!

 

Viele der jungen Musikerinnen und Musiker waren in der Kürze der Zeit ihren Gasteltern ans Herz gewachsen mit ihrer freundlichen, zurückhaltenden Art und ihrem vorbildlichen Auftreten. Bei manchem Gastgeber schwang vermutlich auch noch die Sorge mit, was die Schüler bei ihrer Rückkehr in Japan erwartet.

Bei den Japanern indes schwang die Euphorie des Abends nach. Dazu trug auch die Berichterstattung im SÜDKURIER bei, der das Konzert als Medienpartner begleitet hatte. Zahlreiche Gasteltern gaben ihren Schützlingen gestern Morgen noch die aktuelle Zeitung mit der Berichterstattung vom Vorabend mit auf den Weg.

Bereits am Mittwochabend hatten sich die Japaner bei einer Party im Villinger Münsterzentrum von den Musikern der Stadtharmonie verabschiedet – und auch hier hatte mancher ein Tränlein verdrückt. Zuvor aber ging im Münsterzentrum bei der Afterparty nach dem Konzert stimmungsmäßig die Post ab, als Deutsche und Japaner auf Rock und Pop vom Plattenteller richtig abtanzten und Dolmetscherin Kaiko Allgeier die Stimmung anheizte. Es war schon halb Eins vorbei, als die Party beendet wurde und die jungen Musiker sich auf den Heimweg zu ihren Gasteltern machten. Die Musiker der Stadtharmonie indes räumten noch bis 2 Uhr in der Früh auf.

Die Begeisterung über das Konzert im Franziskaner Konzerthaus schwang auch gestern noch nach. „Die Resonanz auf das Konzert war irre. So eine Begeisterung habe ich noch nie erlebt“, bekundete Reiner Uhlenbrock, der Vorsitzende der Stadtharmonie. Und fügte hinzu: „Wir sind jederzeit bereit, das nochmal zu machen.“ Mit dem befreundeten Musikverein Ebersbach an der Fils gebe es bereits Überlegungen, Konzerte mit der Makuhari Sohgoh Highschool im Wechsel durchzuführen. Da das Orchester alle zwei Jahre auf Europatournee geht, könnte bei einem Wechselspiel bei Ebersbach alle vier Jahre ein Konzert in Villingen stattfinden.

Dankbar äußerte sich Reiner Uhlenbrock über die vielfältige Hilfe und Unterstützung des Benefizkonzertes. So hat der Chef der Musikakademie Villingen-Schwenningen, Gerhard Wolf, für die Japaner mehrere Kontrabässe von der Musikhochschule Trossingen zum Nulltarif organisiert. Denn die Japaner reisen nur mit leichten Instrumenten. Die Violincelli wurden von der Stadtharmonie aus Stuttgart geliehen, das Schlagwerk stellte der Verein aus einem eigenen Bestand zur Verfügung.

Sehr erfreulich war, dass die Stadt für das Konzert auf eine Miete ebenso verzichtete wie die Feuerwehr auf eine Rechnung für Brandwache. Durch derlei Unterstützung können die Kosten gesenkt und ein höherer Betrag für die Erdbebenopfer in Japan überwiesen werden. Wertvoll war für die Stadtharmonie auch, dass die Firma Hess ihren Parkplatz als Aus- und Einstieg der Japaner sowie als Busparkplatz bereitgestellt hat. Letztlich war es ein großes Gemeinschaftswerk, damit dieses Gastspiel so wunderbar gelingen konnte.

Einen Überblick über den Spendeneingang gibt es derzeit noch nicht. Aber viele schöne Episoden. Zum Beispiel vom „Qualitätszirkel der Ärzte aus VS“, der einen regelmäßigen Stammtisch unterhält. Von den Medizinern landete eine Spende über 245 Euro im Briefkasten von Reiner Uhlenbrock. Eine anonyme Spenderin warf ein Kärtchen mit 50 Euro in den Briefkasten mit dem Vermerk: „Ich habe noch nie so ein tolles Konzert erlebt.“

Nach dem die Stadtharmonie erfahren hat, dass zahlreiche Konzertbesucher gerne noch einen Betrag spenden würden, wurde ein Spendenkonto eingerichtet (siehe Infokasten). Denn viele Zuhörer hatten beim Verlassen des Konzerts die aufgestellten Spendenboxen an der Bühne verpasst. Das Geld soll, wie gestern berichtet, zur Behebung von Erdbebenschäden in der Stadt Chiba verwendet werden. Dort wurde auch die Schule der jungen Musiker beschädigt.

 

Spendenkonto

Nachdem von begeisterten Konzertbesuchern noch nachträglich der Wunsch laut wurde, für Japan zu spenden, hat die Stadtharmonie ein Spendenkonto eingerichtet: Kontonummer: 11 15 bei der Sparkasse Schwarzwald-Baar, Bankleitzahl: 694 500 65.

 

Quelle: 31.03.11 Südkurier

 


 

Junge Japaner begeistert umjubelt

So fetzig kann sinfonische Blasmusik sein: Das Orchester der Makuhari Sohgoh Highschool aus der japanischen Stadt Chiba brachte gestern Abend richtig Leben in den Franziskaner-Konzertsaal in Villingen. So fetzig kann sinfonische Blasmusik sein: Das Orchester der Makuhari Sohgoh Highschool aus der japanischen Stadt Chiba brachte gestern Abend richtig Leben in den Franziskaner-Konzertsaal in Villingen.

Das war ein denkwürdiger Abend im quasi ausverkauften Franziskaner Konzertsaal. Zwei Wochen nach der Naturkatastrophe in Japan stand auf der Bühne ein Schulorchester mit Chor aus der japanischen Stadt Chiba und bot den rund 800 Zuschauern ein Konzert, das Laien und Kenner ins Schwärmen brachte.

 

 

Von einem „wunderbaren Konzert“ sprach abschließend Rainer Uhlenbrock, der Vorsitzende der Villinger Stadtharmonie, die mit ihrem Engagement dieses Ereignis erst möglich gemacht hatte und die Einnahmen des Abends für die Erdbebenopfer in Japan spenden wird (wir berichteten).

Was die Zuhörer im Konzertsaal besonders beeindruckte, war das Können und die Perfektion, mit der die 16- bis 18-jährigen Schüler aus der japanischen Hafenstadt ihren musikalischen Streifzug durch die abendländische Musik darboten. Fassungslos schüttelten Musikexperten die Köpfe, als sie erfuhren, dass viele der jungen Musiker ihre Instrumente zum Teil erst ein, zwei oder drei Jahre spielen. Gleichwohl präsentierten sich die sympathischen Schüler als musikalischer Klangkörper auf Augenhöhe mit europäischen Jugendspitzenorchestern. Diese Klasse müssen sich die Schüler der Makuhari Sohgoh Highschool allerdings hart erarbeiten: Mit täglich drei, manchmal fünf Stunden Probenarbeit.

Das Resultat entlockte gestern dem Trossinger Musikprofessor Gerhard Wolf, der Chef der Musikakademie Villingen-Schwenningen, das Prädikat „phantastisch“. Zum einen gilt dies der Klasse, mit der die 16- bis 18-Jährigen auch schwerste sinfonische Literatur mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks vortrugen. Zum anderen erstaunte die enorme Bandbreite des ausgewählten musikalischen Programms. So startete das 130-köpfige Sinfonieorchester mit der Ouvertüre von Bernsteins „Candide“, schwenkte über zur fulminanten Filmmusik von „Piraten der Karibik“ oder servierte federleicht Auszüge aus Webbers „Phantom der Oper“.

Was das Publikum vollends begeisterte: Das japanische Schulorchester, das mit 160 Musikern und Betreuern zwischen den Konzertsälen von Paris und Salzburg einen Zwischenstopp in Villingen eingelegt hat, garnierte seine Auftritte wiederholt mit unterhaltsamen Schaueinlagen. Im Orchester stiegen bunte Luftballons auf, Clowns huschten durchs Publikum und sorgten für Heiterkeit und beim rockigen Stück „Kappore Nebuta“ erhob sich das gesamte Publikum zum Arme- und Hüfteschwingen, während Tänzer auf der Bühne eine fetzige Mischung aus Kung-Fu und Rock'n' Roll darboten. Der Konzertsaal stand Kopf. Die Japaner demonstrierten, wie man ein sinfonisches Konzert mit überschäumender Lebensfreude zu füllen vermag. „So etwas ist in Villingen noch nie dagewesen“, war auch Ehrenbürger Ewald Merkle (86) völlig hingerissen von diesem Auftritt.

Nicht minder abwechslungsreich ging es nach der Pause weiter. Die Japaner kündigten ihre Stücke nicht nur in deutscher Sprache an, sie sangen auch deutsch. Der Schulchor bot glockenrein das Volkslied „Erlaube mir“ von Johannes Brahms, aber auch japanische und englische Weisen. Zum Dahinschmelzen war das Zusammenspiel von Sinfonieorchester und Chor mit Joseph Haydens „Kyrie“ (Theresienmesse). Einfach nur schön und zu Herzen gehend: Das alte deutsche Volkslied „Muss ich denn zum Städtele hinaus“, das am Schluss von den Sängern gemeinsam mit dem Publikum gesungen wurde.

Den krönenden Abschluss boten der gemeinsame Auftritt des High School Orchesters mit den Gastgebern von der Stadtharmonie Villingen und Leitung von Mario Mosbacher. Auf der Bühne trugen 200 Musiker Jon Miles „Music“ vor, Gänsehautmusik fürs Publikum und die Musiker selbst. „Ich mache seit 36 Jahren Musik, doch dieser Tag ist daraus der Höhepunkt“, bekundete Benno Kilzer von der Stadtharmonie. Der Vorsitzende Reiner Uhlenbrock versicherte, dass Einnahmen des Konzerts und die Spenden des Abends nach Chiba gehen werden. Auch dort gab es durch das Erdbeben größere Schäden, auch die Schule der Gäste wurde beschädigt. Und er deutete Überlegungen an, das Schulorchester in Chiba in den nächsten Jahren wieder nach Villingen zu holen. Die Japaner äußerten ihre große Freude über die Unterstützung. Doch die Beschenkten dieses Abends waren eindeutig die Konzertbesucher.

 

Quelle: 30.03.11 Südkurier

Überschäumende Lebensfreude

Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Siegfried Kouba Vilingen-Schwenningen. Die Vorzeichen waren bestens: eine gute Organisation, hilfsbereite Menschen, liebevolle Gasteltern und junge Japaner, die begeisterten. Die Rede ist von Chor und Orchester der Makuhari Sohgoh Highschool in Chiba, die als Nippon-Symphony ein umwerfendes Konzert boten.Das hatte der altehrwürdige Franziskaner noch nie erlebt: Engagierte junge Musiker, die das Publikum mitrissen und ausgelassene Fröhlichkeit und Freude transportierten. Es wurde getobt, getanzt, geklatscht und mitgesungen. Als 170 Musiker und ein 40-köpfiger Chor sich unter den Klängen von "Music" von John Miles zusammenfanden, da war alles perfekt. Der frenetische Beifall wollte kaum enden. Es kam Mario Mosbacher zu, das Riesenensemble der japanischen Highschool zusammen mit der Stadtharmonie Villingen zu führen, und das mit einer Da-Capo-Auflage. "Music was my first love" war einerseits Künstlergebet, andererseits eine völkerverbindende Verkündigung sowie eine Huldigung an das deutsche Publikum.

Das Programm bot jedem Zuhörer etwas: Von Bernsteins "Candide-Ouvertüre" und "Piraten der Karibik" über Ferrer Ferans "Die Passion Christi" und deutsche Romantiklieder bis hin zu Respighis "Belkis, Königin von Saba".

Das Instrumentarium der Orchester ließ keine Wünsche offen, und die Interpretationen waren einmalig, zumal zu bedenken ist, dass viele der 16- bis 18-Jährigen erst seit kurzer Zeit Unterricht erhielten. Hie und da taten sich gewisse Schwächen auf, aber die wurden durch jugendlichen Esprit und Elan wett gemacht.

Das gute Interpretationsgespür war dem Stabführer Hiroshi Sato und den Dirigentinnen Atsuko Sangu und Chie Horiguchi zu verdanken. Alle drei glänzten mit zupackender Zeichengebung, anspornenden Impetus und perfekter Einsatzanzeige. Die jungen Musiker gingen mit und ließen technisch hohen Stand hören. Ein Lob galt den Solisten von Cello, Violine, Klavier, Sax und den Rhythmikern, die von Klangstäben, bis hin zu Glockenspiel und Chinesengong alles zu bedienen hatten. Erfreulich waren die schmetternden Trompeten zu hören, und Sondereinlagen gab es von der Posaunen-Sektion.

Hatte das Ensemble mit "Plink, Plank, Plunk" eine erheiternde, viel umjubelte Pizzicato-Parade mit viel "Körpereinsatz" hingelegt so wurde mit "Kappore Nebuta" von Ryodo Uzaki der absolute Höhepunkt der guten Laune erreicht. Bei diesem musikalische Gaudi "steppte der Bär"! Neben musikalischer Leistung gefielen die quirligen Tänzer, und wer da als Besucher noch cool reagierte, der musste Frostiges hinter sich lassen. Nicht zu vergessen die großen Werke von Ottorino Respighi: "Feste Romanae" und "Belkis", wobei zahlreiche Stimmungslagen in Szene gesetzt werden mussten.

Es ist schon erstaunlich: Da müssen junge Menschen aus tausenden Kilometer Entfernung und aus einem fremden Kulturkreis kommen, um das zu produzieren, was manchem deutschen Gesangverein heute nicht mehr gelingt: Romantische Lieder von Brahms und Mendelssohn und "Muss i denn zum Städtele hinaus" zu singen. Sicher mag manchem die Aussprache nicht gefallen haben – was zählte, war das dargebotene Gefühlsspek­trum, und das war stimmig.

Die Klassikfreunde mussten erstaunt sein, als das Kyrie aus Haydns "Theresienmesse" erklang. Einen guten Eindruck hinterließen vor allem die Gesangssolisten. Die Liste der positiven Aspekte wäre beliebig fortzusetzen.

Villingen-Schwenningen (kou). Pomp and Circumstances gab es beim Konzert unter dem Motto "Nippon-Symphony" im Franziskaner. Neben der grandiosen musikalischen Veranstaltung war es auch die freundschaftliche Begegnung von Japanern und Deutschen. Vorrang hatte das völkerverbindende Element.

Von beiden Seiten gibt es herzliche Beziehungen, die mit dem Konzert am Dienstagabend besiegelt wurden. Schon zwei Jahre Vorlauf bedurfte die Organisation. Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock und sein Team hatten alle Hände voll zu tun. Einen erschreckenden Einbruch brachte die Naturkatastrophe und das AKW-Unglück in Fukushima. Aber das motivierte die Verantwortlichen um so mehr, hilfreich beizustehen, und so wurde "Nippon -Symphony" zu einem gelungenen Benefizkonzert, das Begeisterungsstürme auslöste.

Uhlenbrock beschränkte sich ob des riesigen Programms auf eine kurze Begrüßung und konnte auf die launige Dolmetscherin Keiko Allgeier zählen. "Am 1. März 2011 ist unser Leben ganz anders gewesen", sagte Dirigent Hiroshi Sato, der sich über die freundliche Aufnahme durch die Gasteltern freute. Man wolle hier Kraft gewinnen können und diese nach Japan übertragen. Man habe gedacht, die Technologie im Griff zu haben, doch gegen Naturkatastrophen sei nichts zu machen. Man sei bestrebt, den japanischen Kindern schöne Perspektiven zu öffnen. "Das Erlebnis und die Erfahrung von heute werden die Kinder niemals vergessen."

Jede Menge "Liebesgrüße" ging an die Prominenz, darunter Reiner Uhlenbrock, Mario Mosbacher, Siegfried Kauder und OB Rupert Kubon. Dieser erhielt ein Geflecht aus 1000 Origami-Kranichen als Glückssymbol. Kubon wies auf das besondere Zeichen der Hoffnung hin und den Ursprung, den ein erkranktes Kind nach der Hiroshima-Atombombe legte. Er war sich sicher, dass die Gäste gestärkt nach Hause gehen und die schwere Zeit überwinden.

Auf die "direkte Hilfe", die ohne dunkle Kanäle nach Chiba gehe, wies Reiner Uhlenbrock hin. Mit der Spendenaktion der rund 1000 Konzertbesucher wolle man helfen, die Schäden zu beseitigen und Kinder weiter unterstützen. Siegfried Kauder meinte, dass man einen Kontakt mit dem Hintergrund der Demut erlebe. Sein Dank galt dem Harmonie-Vorsitzenden, dem er ein "blumiges Dankeschön" überreichte.

 

Quelle: 30.03.11 Schwarzwälder-Bote

Mit lächelnder Heiterkeit auf Tour

Die meisten der 160 Schüler des japanischen Orchesters wohnen bei Gastfamilien. Zwei Mädchen wohnen drei Tage bei der Familie Lang. Die meisten der 160 Schüler des japanischen Orchesters wohnen bei Gastfamilien. Zwei Mädchen wohnen drei Tage bei der Familie Lang.

Villingen-Schwenningen – Zum Abendessen machte Regina Kleinbölting Spätzle. Sie und ihr Mann Franz wollten für die japanischen Schülerinnen doch etwas typisch Deutsches kochen, immerhin ist das Villinger Paar als Gastfamilie für die beiden 17-Jährigen verantwortlich.

 

Seit Montag Abend gastieren sie mit dem japanischen Schülerorchester in Villingen – fernab von den dramatischen Ereignissen in ihrem Heimatland. Geschmeckt hat es ihnen jedenfalls. „Sie haben sogar noch nachgeschöpft“, sagt Regina Kleinbölting und freut sich über ihre „offenen und aufgeschlossenen“ asiatischen Besucherinnen.

Gestern spielten die japanischen Gäste mit der Stadtharmonie auf der Bühne des Franziskaner Konzerthauses in Villingen. Die meisten der rund 160 Musiker, Instrumentalisten und Chorsänger im Alter von 15 bis 18 Jahren sind für zwei Nächte bei Gastfamilien untergebracht. Dafür hat der Vorsitzende der Stadtharmonie, Reiner Uhlenbrock, eine organisatorische Meisterleistung vollbracht. „Wir haben für 119 Jugendliche Unterkünfte besorgt“, sagt er. Insgesamt 60 Gastfamilien nehmen bis zu vier japanische Schüler auf. So auch Hans und Gertrud Waller. Die beiden Rentner stehen auf dem Villinger Münsterplatz. Gerade haben sie ihre beiden japanischen Mädchen abgesetzt. Bei einer Führung soll die Doppelstadt erkundet werden.

Die Senioren sind froh. Trotz Sprachschwierigkeiten haben sie die ersten Stunden erfolgreich hinter sich gebracht. „Wir haben sie in die Geheimnisse des Villinger Narros eingeführt“, so Gertrud Waller. Dafür haben sie den jugendlichen Besuchern einen 25-minütigen Film über die historische Fasnet gezeigt. „Die waren ganz happy“, freut sie sich über den Erfolg. Die Wallers sehen ihre Gastgeberrolle als Bereicherung, für beide Seiten. Denn nicht nur die Jugendlichen würden etwas lernen, auch für sie ist so ein kultureller Austausch etwas Besonderes. Das findet auch der Rietheimer Adolf Wührmann. Zwei 18-jährige Japaner bereichern für kurze Zeit seine Familie und bisher „läuft alles hervorragend“, sagt er. Das liege vor allem an der Höflichkeit der Besucher. So hätten die Teenager nach dem Duschen und Baden das Bad „so piccobello geputzt, dass kein Tropfen Wasser mehr zu sehen war“. Angesichts der Ereignisse in Japan steht der Besuch des Schüler-Orchesters der Makuhari Sohgoh High School aus Chiba nahe Tokio unter einem besonderen Vorzeichen. Die schlimmen Bilder aus Japan vor Augen, haben sich Musiker und Vorstandschaft der Stadtharmonie entschlossen, den Erlös des Gastauftritts für die Opfer zu spenden. Das fügt sich als Initialzündung der Konzertreise aus Anlass von 150 Jahren deutsch-japanischer Freundschaft. Doch die Schüler reisen nicht mit Trauerflor durch Europa. Zwar machen sie sich Sorgen wegen der schlechten Nachrichten aus der Heimat, erzählt ein japanisches Mädchen. Gleichzeitig empfinden sie die Tour als aufregend. Die Katastrophe scheinen sie für einige Momente auszublenden, sie wollen positiv sein. Das gelingt ihnen. Der japanische Dirigent Hiroshi Sato ist voller Komplimente: „Es ist wunderschön in Villingen.“ Zwar denke er die ganze Zeit an sein Heimatland, vor allem weil auch sein Haus durch das Beben beschädigt wurde. Aber er weiß, die Jugendlichen genießen die Zeit in Europa. Auch die Sprachprobleme sieht er gelassen: „Die Musik hat ihre eigene Sprache.“

Mit lächelnder Heiterkeit auf Tour
Mit lächelnder Heiterkeit auf Tour
Quelle: 30.03.11 Südkurier

Herzliches „konnichi wa“ in Villingen

Die Villingerin Laura Müller (Bild links, Mitte) und ihre Familie nehmen für die nächsten drei Tage vier japanische Schülerinnen bei sich auf. Mit viel Gepäck kommen die 160 Musiker, Instrumentalisten und Chorsänger gestern Abend in Villingen an. Die Villingerin Laura Müller (Bild links, Mitte) und ihre Familie nehmen für die nächsten drei Tage vier japanische Schülerinnen bei sich auf. Mit viel Gepäck kommen die 160 Musiker, Instrumentalisten und Chorsänger gestern Abend in Villingen an.

Das japanische Schülerorchester, das heute mit der Stadtharmonie auf der Bühne des Franziskaner Konzerthauses auftreten wird, ist gestern Abend in der Doppelstadt angekommen. Vier Busse rollten an mit 160 Musiker, Instrumentalisten und Chorsänger im Alter von 15 bis 18 Jahren.


Sie wurden schon sehnsüchtig von ihren Gastfamilien erwartet. Bei denen werden sie für ihren dreitägigen Aufenthalt in der Region untergebracht.

Hierfür hat Reiner Uhlenbrock eine organisatorische Meisterleistung vollbracht. „Wir haben für 119 Jugendliche Unterkünfte besorgt“, sagt der Vorsitzende der Stadtharmonie. Insgesamt 60 Gastfamilien nehmen bis zu vier japanische Schüler auf. Dabei hätte er sogar noch mehr Interessenten gehabt als schlussendlich gebraucht wurden. „Es ist ungeheuer, wie die Öffentlichkeit auf die Anfrage reagiert hat“, ist er noch immer beeindruckt.

Durch Aufrufe, unter anderem im SÜDKKURIER, aber auch durch befreundete Vereine und andere Kontakte wurden die Gastfamilien gefunden. Unter ihnen auch die 22-jährige Laura Müller, die im Großen Orchester Querflöte spielt. Vier japanische Schülerinnen werden drei Tage bei ihr wohnen. Eine Gemeinsamkeit haben sie gleich entdeckt: Sie alle spielen Querflöte. Die Familien genauso wie die japanischen Schüler bekamen eine Nummer.

Und so fanden sich gestern Abend auf einem Parkplatz wie bei einem Memory-Spiel die passenden Pärchen. Die Stimmung auf beiden Seiten war trotz Sprachproblemen gut. Die japanischen Musiker schienen aufgeregt ob der Europatour. Obwohl auch hier die Naturkatastrophe ein Thema war. Ein japanisches Mädchen sagte, sie freue sich zwar auf die Tage in Deutschland, mache sich aber auch Sorgen wegen ihrer Heimat.

Herzliches „konnichi wa“ in Villingen

Angesichts der Ereignisse in Japan steht der Besuch des Schüler-Orchester der Makuhari Sohgoh High School aus Chiba nahe Tokio unter einem besonderen Vorzeichen. Die schlimmen Bilder aus Japan vor Augen, haben sich Musiker und Vorstandschaft der Stadtharmonie entschlossen, den Erlös des Gastauftritts für die Erdbeben- oder Tsunami-Opfer zu spenden. Das fügt sich bestens zur Initialzündung der Konzertreise aus Anlass von 150 Jahre deutsch-japanischer Freundschaft.

Das Programm ist eng gestrickt: Am heutigen Vormittag nehmen die Gäste aus Japan an einer Stadtführung teil. Nach dem Mittagessen geht es zur Probe. Denn bereits um 19 Uhr beginnt das Konzert und das Orchester hat nur wenige Stunden, um sich mit dem Franziskaner Konzerthaus vertraut zu machen. „Wir mussten die Bühne um einiges erweitern“, so Uhlenbrock. Denn im Laufe der Proben, wie auch des Konzerts stößt die Stadtharmonie dazu.

„Wir haben noch nie zusammengespielt“, erklärt er eine Besonderheit des außergewöhnlichen Konzerts. Das musikalische Programm ist vielversprechend. Nicht nur wegen der Interaktion von mehr als 200 Musikern und Sängern auf der Bühne des Franziskaner. Am Ende ihres Auftritts werden die jungen Musiker aus Japan gemeinsam mit der Stadtharmonie das fulminante John Miles-Stück „Music“ spielen.

Nach dem Konzert gibt es ein „gemütliches Beisammensein“, bevor es für die japanischen Schüler morgen früh weiter nach Österreich geht. „Dann haben die Gastfamilien ein ganzes Stück Arbeit geleistet“, so Reiner Uhlenbrock, der gleichzeitig ein „dickes Dankeschön“ loswerden will.

Für das Konzert heute, 19 Uhr, im Franziskaner Konzerthaus gibt es noch Restkarten. Die Karten kosten 11 Euro (7 Euro ermäßigt).

 
Herzliches „konnichi wa“ in Villingen
Quelle: 29.03.11 Südkurier

Einmaliger Auftritt

Eine große musikalische Schau wird das Konzert „Nippon Symphony“ mit dem High School Orchester aus der japanischen Stadt Chiba im Franziskaner Konzerthaus. Sogar Tanzeinlagen sind vorgesehen. Eine große musikalische Schau wird das Konzert „Nippon Symphony“ mit dem High School Orchester aus der japanischen Stadt Chiba im Franziskaner Konzerthaus. Sogar Tanzeinlagen sind vorgesehen.

Konzert eines japanischen Schulorchesters wird ein musikalischer Leckerbissen. Über 200 Musiker zum Finale auf der Bühne.


 

Villingen-Schwenningen (est) Der Auftritt des japanischen Schulorchesters aus der Hafenstadt Chiba am 29. März sorgt beim Veranstalter, der Stadtharmonie Villingen, für ein besonderes Kribbeln. Denn am Ende ihres Auftritts werden die jungen Musiker aus Japan gemeinsam mit der Stadtharmonie das fulminante John Miles-Stück „Music“ spielen. Eine solche Interaktion von über 200 Musikern und Sängern auf der Bühne hat das Franziskaner Konzerthaus bisher noch nie erlebt.

Angesichts der Naturkatastrophe in Japan steht dieser Besuch des 160-köpfigen High-School-Orchester aus Chiba ohnehin unter einem besonderen Vorzeichen. Die schlimmen Bilder aus Japan vor Augen, haben sich Musiker und Vorstandschaft der Stadtharmonie spontan entschlossen, den Erlös des schon seit Monaten geplanten Gastauftrittes für die Erdbeben- oder Tsunami-Opfer zu spenden. Das fügt sich bestens zur Initialzündung der Konzertreise aus Anlass von 150 Jahre deutsch-japanischer Freundschaft.

Doch auch rein künstlerisch betrachtet wird dieses Gastspiel ein ganz besonderes Ereignis werden. Das musikalische Programm, das die 15- bis 18-jährigen Schüler bringen werden, entlockt dem Dirigenten der Stadtharmonie, Mario Mosbacher, die Vokabel „absolut hochklassig“. Den ersten Programmteil bestreitet das Sinfonieorchester der High School, das Mosbacher von seiner Güte mit einem Spitzenorchester wie dem Bundesjugendorchester vergleicht. Die Auswahl der Stücke sei „typisch japanisch“ bunt gemischt: von E-Musik bis hin zu fulminanter Filmmusik aus „Fluch der Karibik“ und leichtfüßig daher kommenden Musicalmelodien aus „Phantom der Oper“. Nicht minder abwechslungsreich wird der anschließende Auftritt des Sinfonischen Blasorchesters der Schule. Nach Einschätzung von Mario Mosbacher liegt dieses Schülerorchester eine Leistungsklasse über dem Niveau des Großen Blasorchesters der Stadtharmonie oder der Stadtmusik Villingen. Dass so junge Musiker dieses Niveau erreichen, lässt sich nur erklären, dass sie täglich hart proben. Nach der Pause zeigt der Chor der High School sein Können bevor Chor und Sinfonieorchester gemeinsam auftreten. Haydens „Theresienmesse“ und das Deutsche Volkslied „Abschied“ sorgen hier für ganz besondere Kontraste. Den Schlusspunkt setzt der gemeinsame Auftritt der Japaner und der Stadtharmonie, der von Mario Mosbacher dirigiert wird. „Das wird eine spannende Sache“, schildert Mosbacher. Denn derzeit üben die Orchester getrennt und werden sich erst zwei Stunden vor dem Konzert zur gemeinsamen Probe treffen.

Die rund 800 Besucher dürfen sich daher auf einen ganz besonderen Abend freuen. Der Kartenverkauf ist bisher ausgezeichnet gelaufen, berichtet Reiner Uhlenbrock, der Harmonie-Vorsitzende.

Am heutigen Samstag verkauft die Stadtharmonie an einem Stand bei der Parfümerie Butta im Stadtzentrum noch Restkarten für das Konzert, das am 19. März, um 19 Uhr, im Franziskaner stattfindet. Die Karten kosten 11 Euro (7 Euro ermäßigt).

 

Quelle: 19.03.11 Südkurier

200 Musiker auf der Bühne

Mario Mosbacher (links) und Rainer Uhlenbrock von der Stadtharmoniefiebern dem Konzert mit den japanischen Gästen am 29. März im Villinger Franziskaner entgegen. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote Mario Mosbacher (links) und Rainer Uhlenbrock von der Stadtharmoniefiebern dem Konzert mit den japanischen Gästen am 29. März im Villinger Franziskaner entgegen. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote

VS-Villingen (bn). Trotz der erschütternden Ereignisse in ihrer Heimat werden der japanische Chor und das Orchester von der Makuhari Sohgoh High School mit 120 Musikern und 40 Sängern am 29. März ein Konzert mit der Stadtharmonie Villingen geben. Wie berichtet, haben Orchester und Vorstand der Stadtharmonie, als klar war, dass die Japaner trotz Erdbeben und Tsunami kommen werden, spontan beschlossen, den gemeinsamen Abend zu einem Benefizkonzert zu Gunsten der Opfer in Chiba zu erklären.

Die Gastgeber fiebern dem Ereignis mit dem klangvollen Namen "Nippon-Symphony" entgegen, zumal das Konzert mit John Miles "Music" und mehr als 200 Musikern auf der Bühne enden wird. Auf Bitten der japanischen Musiker beteiligen sich die Stadtharmonisten daran, die Leitung übernimmt Mario Mosbacher. "Ein Konzert mit so vielen Musikern gab es in VS noch nie", weiß Stadtharmonie-Vorsitzender Rainer Uhlenbrock.

Aus der ganzen Stadt wurden schon Scherenpodeste zusammengetragen, die ersten vier Stuhlreihen im Franziskaner müssen weichen. Trotzdem werden rund 800 Zuhörer in den Genuss des Konzertes kommen, das Außergewöhnliches verspricht.

In verschiedenen Formationen werden die japanischen Schüler, allesamt Ausnahmemusiker, unter drei verschiedenen Dirigenten konzertieren, Tanz inbegriffen. Das Besondere sei die Mischung von klassischer Orchester-, Film- und Unterhaltungsmusik, sagt Mosbacher. Die Theresienmesse von Joseph Haydn – "die schönste, die ich kenne" – oder Leonard Bernsteins Ouvertüre zu "Candide" stehen im Programm direkt neben Leroy Andersons "Plink, Plank, Plunk", "Erlaube mir" von Johannes Brahms, Filmmusiken zu "Piraten der Karibik" oder Auszügen aus dem Musical "Das Phantom der Oper".

Beeindruckt sind Uhlenbrock und Mosbacher von der großen Resonanz bei der Suche nach Gastfamilien – 120 junge Musiker werden privat aufgenommen. Ankunft der Gäste in fünf Bussen ist am Montag, 17 Uhr, auf dem Parkplatz der Firma Hess. Am Dienstagvormittag ist eine Stadtbesichtigung in vier Gruppen vorgesehen, nachmittags wird geprobt. Zwei Stunden vor dem Konzert hat Mosbacher die einzige Probe für das Gemeinschaftsstück.

Nach drei Stunden Konzert (Beginn: 19 Uhr) wird der Abend im Münsterzentrum ausklingen. Am Mittwoch kehren die Gäste nach Hause zurück, im Gepäck der Erlös des Benefizkonzerts.

Heute verkauft die Stadtharmonie zwischen 10 und 13 Uhr auf dem Latschariplatz noch Restkarten für die "Nippon-Symphony", außerdem zeigt sie Videos der japanischen Musiker.

 

Quelle: 18.03.11 Schwarzwälder-Bote

Benefizkonzert für Japan geplant

Der Besuch eines japanischen Schülerorchesters in der Doppelstadt Ende März soll trotz der Erdbebenkatastrophe in Japan stattfinden. Die Gastgeber von der Villinger Stadtharmonie werden diesen besonderen musikalischen Abend nun in ein Benefizkonzert umwandeln.


Der Erlös soll in geeigneter Form den Menschen im Katastrophengebiet zufließen. Dies bestätigte gestern Reiner Uhlenbrock, der Vorsitzende des Musikvereins.

Die Naturkatastrophe im fernen Japan hat Uhlenbrock unruhige Tage beschert. Die monatelangen Vorbereitungen für das Konzert am 29. März im Franziskaner Konzerthaus drohten durch die Heimsuchungen in Japan zunichte zu werden. Inzwischen aber hat Reiner Uhlenbrock aus Japan positive Signale bekommen. Das Schüler-Orchester der Makuhari Sohgoh High School aus der Hafenstadt Chiba nahe Tokio will, so wurde Uhlenbrock mitgeteilt, auf jeden Fall seine Europa-Konzertreise starten. Die Unterbringung der 160 Musiker, Instrumentalisten und Chorsänger im Alter von 15 bis 18 Jahren wurden bereits organisiert.

Bilder aus der Hafenstadt Chiba gingen in den vergangenen Tagen um die Welt, weil dort die Ölraffinerie am Hafen in lodernden Flammen stand. Uhlenbrock sieht angesichts der Notlage im Land und der Möglichkeit einer atomaren Katastrophe noch immer einige Ungewissheiten hinter dem Konzert, setzt aber die Planungen mit Optimismus fort. Kurzerhand entschied er sich in Absprache mit weiteren Vereinsvertretern, die Einnahmen des Konzertabends nach Japan zu spenden. „Wenn man die Not und den Zustand sieht, was da in Japan passiert, hat man das Bedürfnis, zu helfen“, so Uhlenbrock. Möglicherweise wird der Abend noch mit einer Spendenaktion verbunden.

 

Quelle: 16.03.11 Südkurier

In Gedanken bei Japanern

Von Kirsten Bäckermann und Uwe Klausner

Villingen-Schwenningen. Die Naturkatastrophe in Japan hält auch die Menschen in VS in Atem. Gestern Abend setzen rund 20 Bürger mit einer Mahnwache ein Zeichen der Solidarität. Unterdessen sind Mitarbeiter der Firma Hess zurück in Villingen, und die Stadtharmonie freut sich, dass der Besuch aus Fernost möglich wird.

Ruth Holtzhauer ergriff die private Initiative, als sie hörte, dass bundesweit Mahnmachen geplant seien. Sie ging gestern zum Bürgeramt der Stadt und meldete die Mahnwache an, zu der gestern Abend in der Villinger Rietstraße zahlreiche Menschen zusammen kamen. Über Telefonate, E-Mails und Internetforen informierte sie weitere Leute. Es solle keine Anti-Atom-Demonstration sein, sondern eine Mahnwache als Zeichen der internationalen Solidarität mit den Opfern in Japan, machte Ruth Holtzhauer im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten deutlich. Sie ist mit den Gedanken in Japan, denn die Holtzhauers kennen eine Familie in Tokio. Allerdings scheiterte bislang eine Kontaktaufnahme. Die Leitungen seien zusammengebrochen.

Reiner Uhlenbrock haben die Bilder von der Katastrophe das ganze Wochenende über beschäftigt. Am Sonntagmittag erhielt der Vorsitzende der Villinger Stadtharmonie dann den erlösenden Anruf: Die japanischen Nachwuchsmusiker, die am 29. März gemeinsam mit der Stadtharmonie ein Konzert im Franziskaner geben wollen, sind wohl auf – und sie können kommen. Das Orchester stammt aus Chiba, einem Ort, der nur wenige Kilometer von Tokio entfernt und Sitz einer Ölraffinerie ist, die durch das Erdbeben in Brand geraten war.

Uhlenbrock rief sogleich Keiko Allgaier an, die den Kontakt zu den Japanern hergestellt hatte. Zwei Tage später teilte sie ihm mit, dass Chiba von der Katastrophe betroffen ist, es den Musikern aber gut gehe. "Sie werden kommen." Uhlenbrock hatte vorsorglich schon die Anschreiben an die Gastfamilien für die Japaner zurückgehalten.

"Das Orchester wird nächste Woche schon auf Tournee gehen", berichtet Uhlenbrock. Die Flüge seien gebucht. Von Frankreich aus wird das Ensemble am 28. März nach Villingen reisen. Alternativ hatte Uhlenbrock schon an ein Benefizkonzert gedacht. Der "Plan B" sei nun nicht mehr erforderlich, dennoch überlege er, das Konzert, das die Harmonie und ihre Gäste am 29. März im Franziskaner geben werde, zugunsten der Opfer in Japan zu veranstalten.

Wohlbehalten sind gestern Vorstandsvorsitzender Christoph Hess und sein Team von der Messe "Lighting Fair" aus Japan zurückgekehrt. Der Schrecken sitzt ihnen noch in den Knochen. Vier Stunden vor Messeende hatte die Erde am heftigsten gebebt. Hess und sein Team wurden nicht verletzt. Vier Mitarbeiter des Leuchtenherstellers waren Anfang März nach Tokio gereist, darunter zwei vom Aufbauteam, der technische Geschäftsführer und Chef Christoph Hess. Dazu kam der "Area Manager" und Mitarbeiter der Firma Shingo Denzai, mit der das Villinger Unternehmen voriges Jahr ein Joint Venture eingegangen ist. Shingo Denzai gehört zu den führenden Herstellern von Ampel-Anlagen in Japan und hält 40 Prozent der Anteile im dortigen Markt.

Neben Hess gibt es zahlreiche weitere Firmen, die Kontakte mit Japan pflegen. Bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) sind 17 Unternehmen verzeichnet, die Niederlassungen in dem asiatischen Land unterhalten. Umgekehrt ist die PMDM, Preccision Motors Deutsche Minebea GmbH, mit Sitz im Gewerbegebiet Herdenen, eine der wenigen japanischen Firmen in der Region.

 

Quelle: 14.03.11 Schwarzwälder-Bote

Japanischer Probenfleiß beeindruckt Stadtharmonie

Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrocck (zweiter von links) erläutert der Vor-Ort-Organisatorin des japanischen Schülerorchesters, Keiko Allgaier (links), das Franziskaner-Konzerthaus. Rechts Vizevorsitzender Benno Kilzer und Kassierer Alexander Hei Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrocck (zweiter von links) erläutert der Vor-Ort-Organisatorin des japanischen Schülerorchesters, Keiko Allgaier (links), das Franziskaner-Konzerthaus. Rechts Vizevorsitzender Benno Kilzer und Kassierer Alexander Hei

VS-Villingen – Am Dienstag, 29. März, gibt ein japanisches Schülerorchester ein Konzert im Franziskaner-Konzerthaus.


Hierfür sucht die Villinger Stadtharmonie, die den musikalischen Abend ausrichtet, noch Gasteltern, die die jungen Musiker für zwei Tage beherbergen. Der Kartenvorverkauf läuft bereits.

Das Konzert des Makuhari Sohgoh High School Orchester aus Chiba, einer Stadt in der Nähe von Tokio, verspricht selbst für musikverwöhnte Ohren ein Ereignis ungeahnter musikalischer Qualität zu werden. 160 Musiker im Alter von 15 bis 18 Jahren, Instrumentalisten und Chorsänger, werden nicht einfach ein klassisches Konzert geben. „Es ist zwar ein vollwertiges Sinfonieorchester. Aber die spielen alles. Da kommt auch Big Band Sound vor, die tanzen sogar auf der Bühne und machen richtig Show“, erklärt Keiko Allgaier. Die Japanerin, die in Deutschland lebt, ist die Organisatorin vor Ort und kennt das Orchester: „Die Schüler üben jeden Tag drei Stunden – nach dem Unterricht.“

Der Kontakt zwischen dem japanischen Orchester und der Stadtharmonie kam auf einigen Umwegen zustande. Das High School Orchester trat vor sechs Jahren in Ebersbach im Kreis Göppingen auf. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Beziehungen in diesem Jahr wollte das Orchester unbedingt wieder dort auftreten. Da der dortige Musikverein aufgrund eines eigenen Jubiläums keine Kapazitäten frei hat, musste Ersatz her. „Vorgabe war, dass der Gastgeberverein ein hohes musikalisches Niveau bietet“, wie Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock erläutert. Da die Musikvereine aus Ebersbach und Villingen befreundet sind, lag die Lösung nahe. Und so kommen jetzt die Villinger in den Genuss eines erstklassigen Konzerts auf Profiniveau.

Das Orchester ist derzeit auf einer Tournee unterwegs durch ganz Europa. „Die spielen in Italien, Frankreich und Österreich. Villingen ist da eher eine kleinere Stadt“, sagt Vizevorsitzender Benno Kilzer. Wie Uhlenbrock betont, „ist es den jungen Leuten sehr wichtig, dass sie in Gastfamilien unterkommen.“ Für einen großen Teil der Orchestermitglieder wurden bereits Familien gefunden. „Aber wir suchen noch Familien, die ein oder zwei Kinder für die beiden Tage bei sich aufnehmen.“

Das Konzert bedeutet für die Stadtharmonie einen hohen logistischen und organisatorischen Aufwand. Da die Gruppe nicht mit großen Instrumenten reist, muss die Stadtharmonie einiges an Instrumenten zur Verfügung stellen. „Wir müssen beispielsweise zehn Violincelli und vier bis sechs Kontrabässe organisieren“, sagt Uhlenbrock, der von den Dimensionen des Orchesters fasziniert ist.

Nachdem die japanischen Gäste den Großteil des Konzerts mit allerlei Showeinlagen und Überraschungen alleine bestreiten, wird zum Abschluss ein Stück gemeinsam mit dem Hauptorchester der Stadtharmonie unter der Leitung von Stadtharmonie-Dirigent Mario Mosbacher gespielt.

 

Quelle: 12.02.11 Südkurier


Musik-Genuss aus Japan

VS-Villingen – Die Villinger Stadtharmonie präsentiert ein musikalisches Schmankerl für Liebhaber sowohl der Blas- als auch sinfonischen Musik: Am Dienstag, 29. März, um 19 Uhr gibt ein japanisches Schülerorchester ein Konzert im Franziskaner Konzerthaus.

 

Hierfür sucht der Villinger Musikverein noch Gasteltern, die die jungen Musiker für zwei Tage beherbergen. Der Kartenvorverkauf läuft bereits. Da ist selbst Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock gespannt wie ein Flitzebogen. Das Konzert des Makuhari Sohgoh High School Orchester aus Chiba, einer Stadt in der Nähe von Tokio, verspricht selbst für musikverwöhnte Ohren ein Ereignis ungeahnter musikalischer Qualität zu werden. 160 Musiker im Alter von 15 bis 18 Jahren, Instrumentalisten und Chorsänger, werden nicht einfach ein klassisches Konzert geben. „Es ist zwar ein vollwertiges Sinfonieorchester. Aber die spielen alles. Da kommt auch Big Band Sound vor, die tanzen sogar auf der Bühne und machen richtig Show“, erklärt Keiko Allgaier. Die Japanerin, die in Deutschland lebt, ist die Organisatorin vor Ort: „Die Schüler üben jeden Tag drei Stunden – nach dem Unterricht.“ Der Kontakt zwischen dem japanischen Orchester und der Stadtharmonie kam auf einigen Umwegen zustande. Das High School Orchester mit seinem Dirigenten, der mit der Medaille des Weltverbands der Blasmusik ausgezeichnet wurde, trat vor sechs Jahren in Ebersbach im Kreis Göppingen auf. Anlässlich des 150-jährigen Jubiläums der deutsch-japanischen Beziehungen in diesem Jahr wollte das Orchester unbedingt wieder dort auftreten. Da der Musikverein in Ebersbach wegen des eigenen Jubiläums keine Kapazitäten frei hat, aber mit der Stadtharmonie befreundet ist, kommen jetzt die Villinger in den Genuss. „Die spielen auf Profiniveau“, schwärmt Vizevorsitzender Benno Kilzer, der sich vom Können des Orchesters überzeugt hat. Für einen großen Teil der Orchestermitglieder wurden bereits Familien gefunden. „Aber wir suchen noch Familien, die ein oder zwei Kinder für die beiden Tage bei sich aufnehmen“. Die Sprache wird dabei kein Hindernis sein. „Sie sprechen Englisch, ansonsten mit Händen und Füßen.“ Nachdem die Gäste den Großteil des Konzerts mit Showeinlagen und Überraschungen alleine bestreiten, wird zum Abschluss ein Stück gemeinsam mit dem Hauptorchester der Stadtharmonie unter der Leitung von Dirigent Mario Mosbacher gespielt.

Weitere Infos für Interessenten als Gasteltern sowie zu Konzertkarten bei Alexander Heift unter Telefon 07721/ 278 96 (ab 18 Uhr).


 

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