Das Zunftballett der Narrozunft unterstützt das Frühjahrskonzert der Stadtharmonie Villingen mit Show- und Tanzeinlagen – hier zu den Klängen von Grease.
Die Stadtharmonie präsentierte auf ihrem Frühjahskonzert ein tolles Programm. Die Musiker spielten Ohr- würmer und Musicalhits.
Eine große Portion Neugier war sicherlich dabei beim Erwerb der Eintrittskarte für das Frühjahrskonzert der Villinger Stadtharmonie. Wohl selten ließ ein Veranstalter sein Publikum im Vorfeld derart im Unklaren darüber, was es bei der Veranstaltung erwartet. Doch die Besucher setzten auf Vertrauen und das Orchester auf seine musikalischen Fähigkeiten. Was die Stadtharmonie macht, wird sicherlich gut werden.
Entsprechend hoch war die Erwartungshaltung, die das Orchester mühelos nicht nur erfüllte, sondern mit seinem Überraschungsprogramm in weiten Teilen übertraf. Unter dem Motto „Wir machen Music(al)“ bot die Stadtharmonie einen Auszug aus den bekanntesten Musicalmelodien. Doch das allein wäre für ein Orchester mit diesem Format keine allzu große Herausforderung. Deshalb verpackten einzelne Ensembles die Musik und servierten sie als völlig neue Hörerlebnisse. Mit rockigen Klängen trieb die Jugendkapelle unter der Leitung von Benno Kilzer den Puls der Zuhörer gleich zu Beginn in die Höhe. Mit Musik der Gruppe „Queen“ aus dem Musical „We will rock you“ übergab die Jugendkapelle das Zepter nach einer blasmusikalischen Einführung an eine Rockband, die von „Radio Gaga“ bis zu „We are the Champions“ ordentlich abrockte.
Ruhige, oder besser samtpfotige Töne schlug im Anschluss das Blechbläserensemble an. Ihre Version von „Cats“ war der beruhigende Ausgleich für die vorangegangene Rockeinlage. Doch die Ruhe währte nicht lange. Das Hauptorchester unter der Leitung von Mario Mosbacher ließ das „Phantom der Oper“ frei. Dabei verwandelte das Orchester die Neue Tonhalle unvermittelt in die Pariser Oper des 19. Jahrhunderts und spielte seinen Klangkörper voll aus. Die bedrohlichen tiefen Klänge der Posaunen und Tuben erschütterten das Gemäuer. Und ein gellender Schrei ließ den Besuchern den Atem stocken.
Nach der theatralischen Eröffnung des Hauptorchesters folgte mit Auszügen aus dem Musical „Grease“ leichte, musikalische Kost. Unterstützt wurde das Orchester dabei vom Zunftballett der Narrozunft, die in Pettycoats und mit gegelten Haaren die wilden 60er aufleben ließen. Auch bei einer Einlage des irischen Musicals „Lord of the Dance“ tanzte das Zunftballett.
Für eine weitere Überraschung des Abends sorgte die Stadtharmonie indirekt. Melodien aus dem Erfolgsmusical „Mamma Mia“ mit den Hits der schwedischen Gruppe Abba wurden vom „Zähringer Chörle“ interpretiert. Moderator Heinrich Greif, der gewohnt amüsant und pointenreich durch das Programm führte, anerkannte am Ende, „ja, die können auch Abba“.
Mit einer Einlage des Schlagzeugensembles, die als „Orange- Men Group“ auf Abflussrohren trommelte, endete der konzertante, aber längst nicht der musikalische Teil des Frühjahrskonzerts. Der wurde mit der Big Band der Stadtharmonie im Foyer fortgesetzt, wo die Zuhörer den Abend im wahrsten Sinne des Wortes „ausklingen“ ließen.
Quelle: 16.05.11 Südkurier
Voll im Einsatz mit sportlichem und akrobatischem Einsatz: Die Tänzer des Zunftballetts: "Let’s dance" perfekt beim Konzert Stadtharmonie Villingen. Fotos: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote
Von Siegfried Kouba VS-Villingen. Das "andere Programm" bot die Stadtharmonie in der fast voll besetzten Neuen Tonhalle. Es mutierte vom Konzert zur bühnenreifen Show. Musik aus Musicals kam Schlag auf Schlag mit ungezählten Akteuren.Durch den Abend führte erneut informativ und heiter-witzig Heinrich "Henry" Greif, der mit besonderem Outfit auftrat und raten ließ: Mit "Wir machen Musik, da geht uns der Hut hoch, da geht uns der Bart ab" war das Rätsel gelöst. Manch andere seiner Gags fanden Lacher und Beifall.
Die Nummern reichten von Abba bis Zähringer Chörle. Mit dabei waren das Vororchester, die Jugendkapelle, das große Blasorchester, die Big Band, das Blechbläserensemble und das Schlagzeugensemble der Stadtharmonie. Erfreulich war die Mitarbeit der Bläserklasse der Bickebergschule, des Zunftballetts der Narros und des Zähringer Chörles – "die totale Kooperation". Mit ausgefeilter Technik wurde alles in das "richtige Licht gesetzt".
Höhepunkte waren die "Queen-Wiedergeburt" mit "Friends of Benno Kilzer", die flotten Damen und Herren des Ballets, die "Orange-Men-Group" und das Blechbläsersensemble, das mit der hervorragenden Jon-Mortimer-Bearbeitung von "Cats" mit klassischem Zuschnitt und viel Miau bestens ankam.
Fetzig ging es mit dem Einstieg bei "We will rock you – we are the champions" mit rockiger Gitarreneinlage zu. In Kurzform wurde von aufwühlenden Auftakt bis harmonischer Abrundung das "Phantom of Opera" durch das Blasorchester unter Leitung von Mario Mosbacher geboten. "Grease" war dann der Titel, bei dem das Zunftballett zeigte, was in ihm steckt, ergänzt durch das kleine Da capo von "Die Wanne ist voll".
"A wa" meinte der Moderator wäre das Urteil von Villingern, doch das sonst anders orientierte Zähringer Chörle kann es auch mit Musicals und "das abba gut". Wie am Schnürchen erklangen "I have a Dream", "Mama mia" oder "Thank you for the Music". Dabei konnte die junge Solisten gefallen, und die Damen und Herren unter Leitung von Matthias Listmann, begleitet von seiner Frau am Keyboard, machten kräftig mit, ergänzt durch eine grazile "Dancing-Queen".
Den absoluten Höhepunkt lieferte die "Orange-Men-Group". Zwei Rohre, zwei Stäbe, drei Hauptakteure, ungezählte Intervalle und eine Rockband setzten eine geniale Idee in Szene, quittiert mit frenetischem Beifall. Geradezu akrobatische Leistungen offenbarte das Zunftballett bei "Lord of the dance", und gelungener Big-Band-Sound war bei dem Medley aus "Chicago" zu vernehmen, wobei "All That Jazz" und der "Cell Block Tango" zu vernehmen waren – ein gelungener Schlusspunkt.
Dem Vorsitzenden der Stadtharmonien Reiner Uhlenbrock, war es ein besonderes Anliegen, allen Sponsoren und Spendern der Japan-Hilfe zu danken. Nahezu undenkbar war das bisherige Rein-Ergebnis mit 12 930 Euro. Einen entsprechenden Scheck überreichte der Vorsitzende an Keiko Allgaier, die den Betrag auf 13 000 Euro aufrundete und für die Übermittlung des Geldes nach Japan geradesteht.
Die Spende soll der Stadt Chiba und vor allem der Makuhari Sohgoh Highschool zugute kommen. Schüler und Lehrer hatten ihre Visitenkarte bei einem unvergesslichen Konzert abgegeben. Die Großstadt mit weit mehr als 900 000 Einwohnern war ebenfalls von dem fürchterlichen Erdbeben im Frühjahr betroffen.
Quelle: 15.05.11 Schwarzwälder-Bote
Nein, Reiner Uhlenbrock (links) und Mario Mosbacher sind nicht unter die Klempner gegangen. Diese Abflussrohre werden beim Frühjahrskonzert der Stadtharmonie am nächsten Samstag als Musikinstrumente eingesetzt.
VS-Villingen – Wenn blaue Phantome mit Stepptänzern und Rockstars in der Oper zu Big-Band-Musik tanzen, dann geht entweder etwas nicht mit rechten Dingen zu oder die Stadtharmonie Villingen hat ihre Finger, beziehungsweise ihre Instrumente im Spiel.
Letzteres ist der Fall beim Frühjahrskonzert am Samstag, 14. Mai, um 20 Uhr in der Neuen Tonhalle.
Unter dem Motto „Wir machen Music(al)“ verspricht die Stadtharmonie einen unterhaltsamen Abend mit vielen Überraschungen. Allzu viel verraten Stadtharmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock und Dirigent Mario Mosbacher nicht. Aber sie deuten an, „der Abend wird anders verlaufen als die Besucher es gewohnt sein dürften“, erklären sie. Schließlich verraten sie doch zumindest ansatzweise, was die Konzertbesucher erwartet. „Den Auftakt übernimmt das Vororchester zusammen mit der Kooperation Bickebergschule unter der Leitung von Elisabeth Klingele. Nach dem Programm spielt die Big-Band der Stadtharmonie im Foyer.“
Das Programm, das vom Jugendorchester und vom großen Blasorchester präsentiert wird, enthält Auszüge aus verschiedenen Musicals. „Es wird kein Programmheft geben, die Besucher müssen sich überraschen lassen.“ Mit dem Frühjahrskonzert setzt die Stadtharmonie bereits im zweiten Jahr einen Kontrast zum Jahreskonzert. „Wir wollen beim Frühjahrskonzert ein etwas lockereres Programm bieten“, sagen Uhlenbrock und Mosbacher. Die Idee zum Konzert stammt von den Mitgliedern. „Es wird auch von einem zehnköpfigen Team organisiert.“ Wenngleich beim Konzert das Musikalische im Vordergrund steht, gibt es auch einige Showelemente. Dabei wird die Stadtharmonie unter anderem vom Zunftballett der Narrenzunft unterstützt. Außerdem wird das „Zähringerchörle“ auftreten. „Auch werden verschiedene Ensembles der Stadtharmonie spielen.“ Moderiert wird der Abend von Heinrich Greif. Wie Reiner Uhlenbrock sagt, soll das Programm straff durchgezogen werden, damit genügend Zeit für einen gemeinsamen Ausklang bleibt. So können die Besucher den Abend im Foyer der Neuen Tonhalle bei kleinen Häppchen und Musik von der Big-Band der Stadtharmonie ausklingen lassen.
Quelle: 07.05.11 Südkurier
Reiner Uhlenbrock (links) und Mario Mosbacher verraten nicht viel über das Programm des Frühlingskonzertes der Stadtharmonie Villingen am 14. Mai in der Neuen Tonhalle – doch ein Bild spricht manchmal Bände. Foto: Heinig Foto: Schwarzwälder-Bote
VS-Villingen (bn). Wieder etwas "Abgefahrenes" haben sich die Musiker der Stadtharmonie Villingen für ihr Frühlingskonzert am Samstag, 14. Mai, ausgedacht.In der Neuen Tonhalle heißt es ab 20 Uhr zwar wieder "Wir machen Musik", diesmal haben die Akteure den Titel jedoch etwas abgewandelt. "Wir machen Music(al)" behaupten sie und erklären den Abend kryptisch: "Wo blaue Phantome mit Stepptänzern und Rock-Stars in der Oper zu Big-Band-Musik tanzen."
Harmonie-Vorsitzender Reiner Uhlenbrock und Dirigent Mario Mosbacher verraten auch nicht viel mehr, stellen mit verschmitztem Lächeln aber einen "bunten und unterhaltsamen Abend mit gut 200 Akteuren" in Aussicht.
Etwas mehr war beim Pressegespräch dann doch noch in Erfahrung zu bringen: Das große Blasorchester wird auftreten, und die Jugendkapelle holt sich eine Rock-Band an die Seite. Das Zunftballett wurde verpflichtet, außerdem das Zähringerchörle. Bei der Angabe der Auftritte von "diversen Ensembles" wird es hingegen schon wieder etwas geheimnisvoller. Beim Anblick von ineinandergesteckten Wasserrohren denkt man allerdings unwillkürlich an die legendäre "Blue Men Group".
Moderiert wird der Abend erneut von Heinrich Greif, der freie Hand bekam und "sich wieder etwas ausdenkt" (Mosbacher). Die seit vorigem Jahr bestehenden Big Band-Formation der Stadtharmonie wird nach dem offiziellen Konzertende um 22 Uhr im Foyer zu Häppchen und Getränken aufspielen und den Abend ausklingen lassen.
"So etwas haben wir noch nie gemacht", sagt Mario Mosbacher und freut sich fast euphorisch darüber, dass das Programm aus den Reihen der Musiker entwickelt und die Umsetzung durch vieler Hände Arbeit geschieht. Ihrem Jahreskonzert im November wollten die Stadtharmonisten einen Konzertabend im Frühling entgegensetzen, der anders und weniger konzertant und sinfonisch daherkommt. Schon im vergangenen Jahr hatten die Musiker große Erfolge mit der Persiflage auf die Operette "Dichter und Bauer" gefeiert. "Das wollen wir weiterentwickeln", kündigt Vorsitzender Reiner Uhlenbrock an.
Quelle: 06.05.11 Schwarzwälder-Bote